Der Titel "Verbesserung des Dorfbildes" ist schon eher eine Projektkategorie, zu der sich inzwischen verschiedene konkrete Einzelprojekte ergeben haben.

 

Neuer Hingucker an der Kirche

Seit Ende Oktober erstrahlen die Garagen vor der Lauterbacher Kirche in neuem Glanz. Als Projekt der Bürgerwerkstatt wurden die vormals ergrauten, unschön versprühten Seitenwände zum Kirchplatz hin aufwändig gereinigt und vom Künstler Lars George (Geislautern) zu einem tollen Hingucker gestaltet.

Das Motiv zeigt die Geschichte der Lauterbacher Gemeinde, die zunächst keine eigene Kirche besaß. Die Gemeindemitglieder gingen in dieser Zeit zu Fuß über die Grenze ins benachbarte Creutzwald zum Gottesdienst (Torseite). Erst 1860 wurde die erste Kirche erbaut, die bis 1912 genutzt wurde, und deren Grundstein heute vor der Garage liegt (linke Seite). Sie wurde dann nach dem Bau des Warndtdoms St. Paulinus (rechte Seite) zur damaligen Schule umgebaut, steht aber mitlerweile auch nicht mehr.

Um die Haftung des neuen Graffitis und einen durchgehenden Untergrund zu schaffen haben Ortwin Kronser und Rudi Blechschmidt zunächst sowohl die Wände als auch die Tore gründlich mit dem Hochdruckreiniger gereinigt, dann Primer und Grundierung aufgetragen. So entstand in über 40 Arbeitsstunden eine frische “Leinwand” für das Bild, das dann vom Künstler und einem Kollegen gestaltet wurde. Gegen zukünftige Verschmutzung durch Algenbewuchs etc. schützt ein neu angebrachtes Dachblech sowie ein doppelter Schutzanstrich, den Rudi Blechschmidt noch darüber aufgetragen hat.

Das Projektteam der Bürgerwerkstatt wurde unterstützt von Horst Kwittek, der das Dachblech anbrachte, sowie von Ronny Ganseuer, der nicht nur das Material lieferte, sondern auch eine fachkundige Anleitung, wie dieses zu verwenden sei.

Im neuen Gewand erzählen die ehemals unschönen Garagen jetzt den vorbeigehenden Lauterbacher Kindern und Erwachsenen ein Stück Geschichte unseres Ortes. Aber auch die vielen Radfahrer, die auf dem Saarland-Radweg unterwegs sind und oft am Paulinusplatz eine Pause machen und die Kirche besuchen, erhalten so ein Stück Lauterbacher Geschichte vor Augen geführt.

 

Neugestaltung der Ortseingänge

Der Vorschlag von Gerhard Fischer (Leiter des Projektes „gemeinsam Heimat gestalten“), den Ortseingang von Ludweiler kommend zu gestalten, wurde als weiteres Projekt beschlossen. Dabei soll die Grünfläche zwischen Hauptstraße und Juchhöh durch ein Team zu einem einladenden Blickfang mit Warndt-Logo umgestaltet werden.

Ebenso wurde in einer recht spontanen Aktion das Holzschild am Ortseingang aus Kreuzwald kommend wieder in Stand gesetzt. Dazu wurde das umliegende Gelände freigeschnitten, das Dach demontiert und komplett neu aufgebaut und eingedeckt, und dem Schild ein neuer Anstrich verpasst.